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Bericht der Cuxhavener-Nachrichten vom 27.05.2013

Auf einer kleinen Bühne am Strand von Dorum-Neufeld erlebten Hans-Werner Graulich und Frau Gisela (Mitte) den Großen Zapfenstreich zum Abschied, vom Amt des Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen. Rechts neben Graulich steht Innenminister Boris Pistorius, der Graulich zuvor eine hohe Auszeichnung verliehen hatte. Fotos: Winters




Bericht Cuxhavener-Nachrichten vom 27.05.2013

DORUM-NEUFELD. Mit einem Großen Zapfenstreich, begleitet von rund 60 Fackelträgern eines Ehrenzuges, ist der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen, Hans-Werner Graulich aus Wremen, am Strand in Dorum-Neufeld von seinen Feuerwehrleuten in den verdienten Ruhestand verabschiedet worden.

Zuvor hatte Innenminister Niedersachsens Boris Pistorius (SPD) den obersten Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehren vor rund 150 geladenen Ehrengästen in der Strandhalle Dorum mit dem Feuerwehrehrenzeichen Niedersachsens in der Sonderstufe ausgezeichnet. Die Zeremonie im Angesicht des Weltnaturerbes verzögerte sich sehr, dass der bestellte blutrote Sonnenuntergang schon lange vorbei war, als die ersten Klänge des Yorkscher Marsches erklangen. Und den Akteuren sowie dem kleinen Publikum war nach stundenlangem Warten richtig kalt.

Wegen der Geheimhaltung der besonderen Ehrung mit dem Zapfenstreich konnte sich Hans-Werner Graulich auch kein Musikstück im Rahmen der Serenade wünschen. Das Orchester des Feuerwehrverbandes Region Hannover mit 43 Musikern sowie der Spielmanns- und Hörnerzug der Freiwilligen Feuerwehr Goslar mit 20 „Mann“ unter der Leitung von Dieter Hoffmann bzw. Maren Störich spielten „Gruß an Kiel“, „Preußens Gloria“ und den „Petersburger Marsch“.

Fackeln im Wind
Schwierige Bedingungen hatten die rund 60 Fackelträger zu meistern. Der kräftige Seewind ließ die Fackeln wie Zunder brennen und verursachte einen gehörigen Funkenflug. Die Ortswehr aus Cappel-Neufeld, die für die Fackelversorgung zuständig war, kam ordentlich ins Schwitzen.

Am Sonnabend fand dann in Nordholz auf dem Gelände der Marineflieger der 102. Verbandstag des Landesfeuerwehrverbandes statt, bei dem Graulich verabschiedet und Karl-Heinz Banse zu seinem Nachfolger gewählt wurde.

THM/ TERS

Bericht der Nordsee-Zeitung vom 27.05.2013

Das Feuerwehrmusikorchester der Region Hannover sorgen bei der Tagung des Landesfeuerwehrverbandes in Nordholz für den guten Ton. Fotos ike




Bericht Nordsee-Zeitung vom27.05.2013

Kämpferische Töne zum Ende


Nordholz. 16 Jahre währte Hans Graulichs Amtszeit als Präsident von 200 000 Feuerwehrleuten in ganz Niedersachsen; seit Sonnabend ist sie Geschichte. Auf der Jahrestagung des Landesfeuerwehrverbandes in Nordholz verabschiedete sich der 62-Jährige Wremer mit einem kämpferischen Plädoyer für den Erhalt der Feuerwehr-Strukturen aus freiwilligen und hauptamtlichen Einsatzkräften. Zu Graulichs Nachfolger wurde Karl-Heinz Banse gewählt. Von Heike Leuschner
Es war ein langer Abschiedseinsatz für den alten Präsidenten. Bereits am Freitagvormittag hatte die Samtgemeinde Land Wursten zu einem Empfang für Graulich ins Misselwardener Pastorenhaus geladen; am Abend war Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) nach Dorum-Neufeld gereist, um den höchsten Repräsentanten der niedersächsischen Feuerwehren aus dem (Ehren-)Amt zu entlassen
Ganz ohne Katerstimmung, dafür aber mit viel Herzblut, verteidigte Graulich am Tag darauf bei der 102. Versammlung des Landesfeuerwehrverbandes in der Sporthalle des Nordholzer Marinefliegerstandortes das Tagungsmotto „Feuerwehr – Ein starkes Element der Gesellschaft“. Dabei nahm er besonders die schwindende Zahl von Feuerwehrleuten in einigen Regionen Niedersachsens, eine geplante EU-Regelung zur Einsatzzeitbegrenzung für freiwillige Feuerwehrleute sowie einen immer weiter wachsenden Spardruck für die kommunalen Träger der Feuerwehren ins Visier.
„Wie sollen wir bei immer schlechter werdenden Rahmenbedingungen unseren Aufgaben gerecht werden, wenn unsere Arbeit durch Regelungen der EU behindert werden und uns die Bürokratie die Luft zum Atmen nimmt?“, fragte er vor gut 360 Delegierten sowie Ehrengästen wie dem parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU), dem SPD-Landtagsabgeordneten Uwe Santjer, Landrat Kai-Uwe Bielefeld (parteilos) und dem Nordholzer Bürgermeister Bernhard Jährling (SPD).
Mit 3328 Ortsfeuerwehren in allen niedersächsischen Gemeinden, 11 Berufs- und 102 Werksfeuerwehren sei der Brandschutz in Niedersachsen derzeit gut und schlagkräftig aufgestellt, argumentierte Stephan Manke, Staatssekretär im niedersächsischen Innenministerium. Doch auch er räumte ein: „Zumindest langfristig ist der Brandschutz als gefährdet anzusehen.“ Er verwies darauf, dass die Zahl der Einsätze (2012: rund 20 000 Brände, 51 000 technische Hilfeleistungen) trotz Bevölkerungsrückgangs steige. Aus diesem Grund solle die Imagekampagne zur Werbung von Feuerwehrnachwuchs nicht nur fortgesetzt, sondern ausgebaut werden. Manke sieht außerdem „Handlungsbedarf bei Akzeptanz ehrenamtlicher Feuerwehrtätigkeit, insbesondere bei Arbeitgebern“. Zudem müsse die Werbung um Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund für die Feuerwehr verstärkt werden.
Auch zur geplanten Erweiterung der EU-Arbeitszeitrichtlinie äußerte sich Manke: „Das Innenministerium wird darauf bestehen, dass ehrenamtliche Tätigkeiten in freiwilligen Feuerwehren keine Arbeitszeit im Sinne dieser Richtlinie ist.“

350 Stimmen für Banse

Einziger Kandidat für den aus Altersgründen scheidenden Graulich war der 51 Jahre alte Südniedersachse Karl-Heinz Banse. Der Bad Lauterberger wurde mit 350 Ja-Stimmen bei 3 Nein-Stimmen, 7 Enthaltungen und einer ungültigen Stimme zum neuen Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes gewählt.

Präsidentenwechsel : Karl-Heinz Banse (51, links) löst Hans Graulich (62) als Vorsitzendenden des Landesfeuerwehrverbandes ab.

Bericht der Cuxhavener-Nachrichten vom 28.05.2013



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